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Musikglut 49

Gehört 1867 noch zum Mittelalter? Eher nicht, daher hat die auf der Hand liegende Abkürzung des Albumtitels wohl eher zufällig zu dieser Assoziation geführt. Natürlich meine ich mit K&K nicht das kaiserlich und königliche Österreichisch-Ungarische Monarchie-Konstrukt aus der Zeit, sondern Klassik und Krawall.

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Gehört 1867 noch zum Mittelalter? Eher nicht, daher hat die auf der Hand liegende Abkürzung des Albumtitels wohl eher zufällig zu dieser Assoziation geführt. Natürlich meine ich mit K&K nicht das kaiserlich und königliche Österreichisch-Ungarische Monarchie-Konstrukt aus der Zeit, sondern Klassik und Krawall.

Es ist noch nicht so lange her, da eroberte Brot und Spiele, der aktuelle (reguläre) Longplayer von Saltatio Mortis den Thron der Charts. Und den Jungs fiel nichts Besseres ein, als sich gleich wieder in die Arbeit zu stürzen.

Aber nicht etwa um neue Songs zu schmieden, nein, sie verließen ihre bekannten Pfade und widmeten sich der Klassischen Musik.
Kurzerhand wurden die Songs neu arrangiert und mit Hilfe eines Orchesters in ganz neue Dimensionen gehoben.

Brunhild kann auch ohne Probleme den Soundtrack zu einem bombastischen Kinostreifen bieten. Ein Vorteil der klassischen Musik ist auch, dass man die Singstimme deutlich besser versteht, wie auf den Rockalben.
Das gibt diversen Songs aufgrund der eindringlichen Texte nochmal eine ganze Menge mehr Druck.

Dafür das Saltatio Mortis hier laut eigener Aussage einfach auf Ihren Bauch gehört haben, alle Achtung. „Dorn im Ohr“ mit seinem seichten Weichspül Fahrstuhlsound bei den Passagen, was SM eigentlich machen sollen, und dann der furiose Abschluss des Refrains passt perfekt.
Der dramatische Sound beim „Besorgter Bürger“ gibt diesem wichtigen Lied genau die schwere, dies es verdient und hebt das Lied in eine eigene Liga.
Wieso man bei „nie wieder Alkohol“ auf Wiener / Ungarische Klänge kam… Hat die Abkürzung doch eine tiefere Bedeutung? 😉
Ach hörts euch einfach selber an, auch gerne mal beide Versionen der jeweiligen Lieder direkt hintereinander.

Wahrlich königlich das Ganze, womit sich der Kreis wieder schließt.
Da meine Version auch noch die Instrumental Versionen der Klassikstücke beinhaltet, auch dazu ein kleines Statement. Alea, sorry, aber ohne Gesang kommen einige Arrangements noch dramatischer rüber.
Was jetzt nicht gegen Alea als Sänger spricht, sondern für die Qualität der ausgewählten Orchestermusiker und die Kompositionsfähigkeiten nochmal deutlich unterstreicht.

Und jetzt kommt der Krawall!

Und wie. Über 70 Minuten Party auf beiden Seiten. Ob es jetzt daran liegt das ich die Band schon oft Live erlebt habe, oder daran wie gut das Album abgemischt ist, aber schon nach den ersten Tönen von „Ein Stück Unsterblichkeit“ ist die Gänsehaut wieder da, und der Griff ging zum Smartphone.
Wann sind Saltatio wieder in der Nähe? Man kann da einfach nicht ruhig bleiben und will eigentlich wieder direkt in die Masse auf das Konzert.

Und wieso Saltatio Mortis so wichtig sind in der heutigen Zeit zeigt die Ansage zum Song „Europa“. Trotz aller Party und Freude die diese Band von der ersten Minute verbreitet, die Band hat auch wirklich was zu sagen. Und da Sie es nicht gekünstelt oder moralinsauer unters Volk bringt, kommen die Texte auch an beim Publikum.
Der Mittelaltermusik sind sie zwar immer treu geblieben, aber dem Genre schon lange entwachsen. Sie reihen sich ein in die Phalanx der großen Liedermacher und Punkrocker.

Ich schweife wieder ab. Aber das ist das Problem mit Saltatio Mortis, sie sind so Facettenreich, dass man schon bei normalen Alben nicht weiß wo man anfangen und wo wieder aufhören soll.
Aber wenn die dann noch so ein Werk abliefern, dann wird es noch schwerer, weil hier wieder 5 neue Seite dazu kommen.

Also machen wir es einfach, ihr macht dasselbe wie ich die letzten 2 Tage! Besorgt euch das Album und lasst es in Dauerschleife laufen. Und bei der nächsten Tour sieht man sich wieder vor der Bühne und spätestens beim Spielmannsschwur wissen wir alle, dass wir die nächsten 5 Tage nicht mehr richtig reden kann.

Wild und frei… ooh-hoohooo…

Saltatio Mortis - Brot und Spiele / Klassik & Krawall

95%

Zusammenfassung Ich schweife wieder ab. Aber das ist das Problem mit Saltatio Mortis, sie sind so Facettenreich, dass man schon bei normalen Alben nicht weiß wo man anfangen und wo wieder aufhören soll....

Wertung
95%

Über den Autor

Michael Stollmann

Im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen hat es mich später nach Nord.- und nun nach Mitteldeutschland gezogen. Die Fotografie war immer mein Begleiter in den letzten 30 Jahren, mal weniger mal Intensiver. Daneben schlägt meine Leidenschaft für die Musik der härteren Gangart. Zu hören gibts mich fast jeden Sonntag bei http://www.radio-meanvariation.de.

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