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Volbeat – Seal The Deal & Let’s Boogie

Volbeat – Seal The Deal & Let’s BoogieWertung: 91%Wertung: 91%

Der Opener The Devils Bleeding Crown und for Evigt sind ja schon hinlänglich bekannt und machen klar, das Volbeat zwar an sich immer weiter arbeiten, auch mal was ausprobieren, aber alles was nicht gefällt, fliegt schnell wieder über Bord.

So ist Seal the Deal & Lets Boogie ebenfalls. Volbeat durch und durch. Vom ersten Klang weiß man was man hat. Ein perfekt produziertes Album. Denn, wenn es eines gibt, was die Dänen hassen, ist es nicht perfekt zu sein. So treiben sie schon mal (un)beteiligte in den Wahnsinn, weil sie immer noch einmal was überarbeiten, glattbügeln oder eckiger gestallten.
Hier ein Break, hier ein Turn, hier einfach mal laufenlassen … Aber immer unverkennbar Volbeat.

Sehr eindrucksvoll ist dies bei the Gates of Babylon zu hören. Klassische orientalische Klänge fügen sich mühelos in den Volbeat Sound ein. Wie die akustische Gitarren bei der neuen Hymne for evigt / the Bliss, also (frei) übersetzt aus beiden Sprachen „für Ewig(e) Glükseelig(keit)“

Black Rose und Rebound kommen sehr beschwingt daher und haben einen kleinen Rockabilly Einschlag, der dem Sound sehr gut steht. Wobei es sich bei Rebound um ein Homage Cover eines Songs der Teenage Bottlerocker handelt, dessen Schlagzeuger Charlise, kurz bevor Volbeat ins Studio gingen, verstarb.

Immer wieder kommen die Anleihen an alte Erfolgssongs durch, Fallen muss auch bei Volbeat selber einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Seal the Deal legt dann richtig los. Und bringt den Sound von Volbeat in eine neue Richtung. Metalrock? Klassischer Rock’n’Roll trifft Metal trifft Volbeat…. Das Lied bringt dann aber auch das Dilema der Scheibe und Volbeat deutlich ans Licht. Man wünscht sich einfach mehr solche Ausbrecher. Aber Volbeat stecken dann wohl doch zu sehr in ihrem Konzept.

Der nächste Song ist auch so eine Nummer, hier handelt es sich jedoch ebenfalls um ein Cover eines 30 Jahre alten Songs der Battleship Chains. Volbeat, bitte mehr davon!

Mit The Loa´s Crossroad beschließen Volbeat die normale Version von Seal the Deal & Lets Boogie und legen noch mal eine ganze Menge Energie in den Song inkl Dudelsack.

Was hinterlässt das Album also für einen Eindruck?

Einen Zwiegespaltenen. Das Album ist eine echt starke Nummer. Es hat absolutes Hitpotenzial und einige Songs haben echten Ohrwurmkarakter.

Volbeat Fans der ersten Stunde werden jedoch das „Dreckige“ Vermissen. Darüber hinaus ist es Volbeat, wie man es auch auf den anderen Alben hört. Hier würde ein wenig Abwechslung gut tun. Andererseits gibt es genug Beispiele von erfolgreichen Bands, die genauso straight ihren Sound beibehalten und seit Jahrzehnten im Geschäft sind.

Da hier aber nicht das Schaffenwerk von Volbeat, sondern das Album „Seal the Deal & Lets Boogie“ bewertet wird, 91 von 100 Punkten.

Volbeat – Seal The Deal & Let’s Boogie – VÖ: 03.06.2016 über Vertigo Berlin (Universal Music)

Volbeat - Seal The Deal & Let's Boogie

91%

Zusammenfassung Das Album ist eine echt starke Nummer. Die Scheibe hat absolutes Hitpotenzial und einige Songs haben echten Ohrwurmkarakter. ...

Wertung:
91%

Über den Autor

Michael Stollmann

Im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen hat es mich später nach Nord.- und nun nach Mitteldeutschland gezogen. Die Fotografie war immer mein Begleiter in den letzten 30 Jahren, mal weniger mal Intensiver. Daneben schlägt meine Leidenschaft für die Musik der härteren Gangart.

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