Seite Auswählen

Varg – Das Ende aller Lügen

Varg – Das Ende aller LügenWertung: 78%Wertung: 78%

Die Wölfe sind zurück. Und wie. Brachialisch machen sie gleich auf dem Cover klar, hier werden keine gefangenen gemacht. Nichts wengier als „Das Ende aller Lügen“ wird ausgerufen.

Varg - Das Ende aller Lügen 1 | musikglut

Varg spalten die Lager ja schon immer. Ein lautes Getöse, Selbstdarstellung bis zum Abwinken und scheinbar immer ganz Böse, deutsche Texte zu metalischen Klängen. Dazu darf man natürlich auch nicht die Vergangenheit des Sängers vergessen. Jugendsünden werden halt immer gerne wieder hochgekramt, um Front zu machen.

Und jetzt kommt „Das Ende aller Lügen“. Also das Lied. Da ich davon ausgehe das es durch diverse Prüfungen, auch des Labels lief, nehme ich es als Kampfansage gegen alle Lügner. Völlig unreflektiert würde mich auf einer Pegida Kundgebung aber auch nicht wundern, es aus den Boxen dröhnen zu hören. Eine eindeutigere Positionierung im Text wäre durchaus Wünschenswerter in der heutigen Zeit, wo einem schnell das Wort im Mund umgedreht wird und alles und jeder versucht wird, vor den Karren zu spannen.

Eine ähnliche Erfahrung machen Hämatom auch gerade und kotzen sich die Seele aus dem Leib.

Aber zurück zu Varg. Der Rest des Albums bietet alles, was das Metalherz sich wünscht und zeigt, die doch enorme Bandbreite dieser Band. Aber irgendwie ist es auch ein zu großes Durcheinander. Man wird ständig von einem zum anderen gerissen. Man kann weiß nie, was man bekommt.

„Das Ende aller Lügen“ ist ein absoluter Tritt zwischen die Beine und ein absoluter Nackenbrecher. Revolution schlägt da in die selbe Kerbe. Dann kommt auf einmal Streyfzug daher. Eher ruhig, ein wenig „Elektronisch“, typische Paganhymne.

„Achtung“ ist irgendwas dazwischen. Mit eingängig hämmernder Hookline.

„Totentanz“ sticht nochmals heraus, da auf Freki auf einmal versucht eine liebliche Frauenchorusstimme nieder zu brüllen.

Fazit: Textlich darf gerne etwas präziser sein beim nächsten Mal, sonst kommen garantiert wieder Gerüchte auf, die keiner braucht. Musikalisch bietet Varg hier eine Kost, die auch höheren Ansprüchen gerecht wird.

PS: für diejenigen die Varg bisher nicht angefasst haben, wegen der Deutschen Texte, probiert mal „End of all lies“

Varg – Das Ende aller Lügen

  • Erscheinungstermin: 15.01.2016
  • Label: Napalm Records (Universal Music)

Review

78%

Zusammenfassung Textlich darf gerne etwas präziser sein beim nächsten Mal, sonst kommen garantiert wieder Gerüchte auf, die keiner braucht. Musikalisch bietet ...

Wertung
78%
Werbung

Über den Autor

Michael Stollmann

Im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen hat es mich später nach Nord.- und nun nach Mitteldeutschland gezogen. Die Fotografie war immer mein Begleiter in den letzten 30 Jahren, mal weniger mal Intensiver. Daneben schlägt meine Leidenschaft für die Musik der härteren Gangart.

1 Meinung

Pin It on Pinterest

Share This